#Nähnerd · Aus'm Nähkästchen

Das war 2014

So einen Jahresrückblick zu schreiben und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen ist eine schöne Gelegenheit sich die positiven Dinge in Erinnerung zu rufen. 
Gefühlt war das letzte Jahr erstmal weniger positiv. Ich hetzte ständig irgendwelchen Terminen hinterher, schaffte zu wenig, hatte zu wenig Freizeit und war für meine Verhältnisse ziemlich oft krank oder angekränkelt. Höchste Zeit sich an die schönen Dinge des Jahres zu erinnern!
Denn eigentlich mag ich mein Leben sehr gerne und die weniger schönen Dinge lassen sich allesamt irgendwie beheben. 

Schon Ende des Sommers 2013 zogen wir aufs Land, raus aus der großen Stadt. Ich mag unser Heim und unseren Garten und habe im letzten Jahr dort viel in der Sonne gesessen. Auch wenn es manchmal nur für eine halbe Stunde war, dennoch ist das für mich unbezahlbar. 
Bei herrlicher Sonne im Februar
draussen stricken – großartigst
Ich mag diese oberspießige Siedlung und die himmlische Ruhe rundherum. Damit meine ich nicht absolute Stille, denn auch in Brandenburg ist es nie völlig still. Das würde ich aber auch nicht wollen. Irgendwer bohrt oder kloppt oder mäht immer oder schreit durch den Garten. Es ist aber eine angenehme Geräuschkulisse im Vergleich zu Straßenlärm, Sirenen, sich kloppende oder schießende Nachbarn, jeden Abend Party übern Hinterhof inkl. kotzender Partygäste im Hof und allem voran alle 30 sec ohrenbetäubender Fluglärm. Von allen diesen Dingen bleiben wir hier verschon und wenn sich die Dilettanten beim BER weiter so anstellen bleibt uns das auch noch lange erhalten. Wobei wir eh nicht wirklich in der Flugzone liegen (würden). 
So schön kann Brandenburg
Der Umzug bescherte mir zwar eine Verkleinerung in Sachen Nähecke, aber dafür einen Zuschneidetisch und einen Stoffschrank und ganz schön viel Platz und eigenes Reich. So ganz fertig ist mein Nähkästchen noch nicht. Die Beleuchtung und Regale an der Wand warten noch auf Fachmännische Installation. Ich hoffe sehr, dass sich das in den nächsten Wochen regeln lässt. Versprochen worden ist es mir.. 😉
Die Zuhausesituation verdient also alles in allem ein absolutes TOP.
Gesundheitlich wird es hoffentlich deutlich besser werden. Eine Geschichte mit der ich mich das ganze Jahr herumquälte wird hoffentlich im Frühjahr behoben werden können und die damit einhergehenden seelischen Quälereien damit auch überwunden, zumindest großteils.
Für weniger Hetze habe ich mir vorgenommen ein kleinbisschen weniger zu arbeiten. Nach Sichtung der Lage sollte das auch möglich sein. Ich bin gespannt wie es werden wird. Mein Arbeitsjahr war zwar arbeitsam und startete mit dem Supergau, aber danach lief es sehr, sehr gut. Zum Ende des Jahres häuften sich Danksagungen und positives Feedback zu meiner hervorragenden Leistungen. Na wenn das mal nichts ist. Auch fürs Arbeitsjahr ein TOP. Ich starte jedenfalls positiv und gespannt ins neue Arbeitsjahr, ein kleines oder vielleicht doch ganz schön großes Abenteuer wird auch anstehen und ich hoffe, dass ich dem gerecht werden kann.
Von zu „wenig schöne Dinge gemacht“ kann auch eigentlich nicht die Rede sein. Meine Selbermachenbilanz ist ganz ordentlich, wenn man mal zusammenrechnet.
Ganze 20 Kleider habe ich dieses Jahr genäht und 2 angefangen. 

 

 

Ich nahm wieder am Weihnachtskleid-Sew-Along teil und bin leider gescheitert. Das Kleid ist nicht mal nachträglich fertig geworden und ein Silvesterkleid oder wenigstens ein Neujahrskleid geworden. Viel ist nicht mehr zu machen, aber die Mission Weihnachtskleid 2014 ist gescheitert. Ich bin mir sicher, wenn es denn mal fertig ist wird es ganz toll und so ein „kleines Schwarzes“ ist eh ein Muss für jeden Kleiderschrank. Also auch hier, weniger Hetze, alles wird irgendwann..  
Zur meist einseitigen Kleidernäherei bin ich in die Unterhosenproduktion eingestiegen. Catherine hatte irgendwann den Schnitt „Marylin“ getestet und für gut befunden und so probierte ich das im Sommer auch aus. Ich bin schwer begeistert und habe nun schöne und bequeme Unterhosen.
Ein Unterkleid habe ich auch genäht und plane noch mindestens ein weiteres.

 

Ich nahm am Stoffwechsel 1 und 2 teil. Jeweils mit sehr viel Spaß und Begeisterung über soviel geballten Nähnerdflausch. Vielen Lieben Dank Frau Siebenhundertsachen für diese wunderbare Idee! Das entstandene Kleid aus dem ersten Stoffwechsel ist leider der Flop des Jahres, was aber eindeutig der Wahl des Schnittes zugrunde liegt. Da habe ich mich ordentlich verzockt und die Verarbeitung von feinsten Viskosestöffchen muss ich wohl noch üben. Beim 2. Mal konnte fast nichts schief gehen, ich bekam ein Baumwollstöffchen, damit kenn ich mich aus.. 😉
 

 

Zusammen mit der wunderbaren Karin veranstaltete ich den Herbst-Jacken-Sew-Along. Auch das war ein großer Spaß und mit ganz viel Nähnerdflausch verbunden. Karin und ich kannten uns bis dahin nicht persönlich und auch nur ganz kurz über Twitter. Ein Riesenabenteuer! 
 
Die Zusammenarbeit war unglaublich toll und wir tauschten fleißig Ideen und ergänzten uns dabei immer ganz wunderbar. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank, dir liebe Karin, für diesen tollen gemeinsamen Sew-Along! Im Rahmen des Sew-Alongs entstand für mich eine (Probe-)Jacke und (immernoch in Entstehung) ein Mantel. 
 
Übrigens gibt es hier am Sonntag (und wieder eine Woche lang) das Mantelfinale der Herzen. Für alle die, genau wie ich, nicht termingerecht mit ihrem Mantel oder Jackenprojekt fertig geworden sind. Am Sonntag kommt euer großer Auftritt! Wer jetzt, so wie ich, noch immer nicht fertig ist: Ran an den Speck! Bei mir fehlen noch die Ärmelsäume, Knopflöcher und die Knöpfe. Das sollte zu schaffen sein…
Gestrickt hab ich auch. Erstmals im letzten Jahr ein Frühlingsjäckchen. Gleichzeitig war das dann auch die erste Jacke die ich fertiggestellt habe. 
Mit dem Frühlingsjäckchen kam auch das Outing mit der Strickmaschine. Ich berichtete über allgemeines, Grundlagen und Lochkartenherstellung. Diese Post machen mir sehr viel Spaß, wenn gleich sie ganz schön Zeit in Anspruch nehmen. Es wird hier weiterhin wissenswertes zum Thema Strickmaschine geben. Die Frage ist nur wann…
Auch im Handstricken war ich nicht ganz untätig. So entstand das Winter-Shetland-Triangle, was ich wirklich sehr, sehr gerne habe. Das WM-Tuch liegt allerdings weiterhin auf Eis. So richtig kann ich mich nicht dazu aufraffen. An einer Miette habe ich mich auch versucht und bin dabei erstmal gescheitert. Was aber nicht an der tollen Anleitung liegt, sondern an meinen doofen Ambitionen „richtig“ zu stricken (dadurch machte ich erst recht alles falsch) und der Wolle. Ich werde in diesem Jahr noch einen Versuch starten.  
Für den Herbst gab es hier „MSBDS – Mehr Strickjacken Braucht Der Schrank“. Im Rahmen dieses losen Knit-Alongs wollte ich eigentlich 4 Jacken mit der Strickmaschine stricken. Geworden sind es „nur“ eine grüne und eine rote Jacke, die ich seit Fertigstellung dauernd anhabe. Die weiteren geplanten Jacken wird es auch noch geben, eben nach und nach..
NfA – „Nähen für andere“ gab es hier auch reichlich. zB. 2 Kleider fürs Tochterkind und mehrere Shirts für den Sohnemann.
 

 

 
Pullover für beide sind noch in Arbeit. Es fehlen die letzten Reihen handgestrickter Bündchen. Eigentlich hätten die unterm Weihnachtsbaum liegen sollen, das war aber nicht mehr drinne.
Ich probierte auch Unterhosen für den Mann zu nähen, bin aber auch da erstmal gescheitert. Hier liegts ein bisschen am wählerischen Mann und solange er nicht richtig weiß, was er will lass ich das auch erstmal sein.
Und natürlich gab es viele, viele Reparaturen und ich nähte diverse Taschen, die es aber wie immer nicht in den Blog schaffen.
In meinem Nähkästchen gab es übers Jahr auch etwas Technikzuwachs. Die liebe Lotti bescherte mir unverhofft eine Bügelpresse. Ich wusste gar nicht, dass man sowas ganz doll unbedingt brauchen kann. Jetzt gebe ich sie nicht mehr her!
Nach einigen Versuchen mit dem Grobstricker legte ich mir im Frühjahr noch einen Feinstricker (Brother KH891) mit Lochkartensteuerung zu. 
In der Endphase zum MSBDS schaute ich mal wieder nach Elektroschlitten für die Strickmaschine und wurde fündig in Form eines Schnäppchens. Die wussten gar nicht recht was sie verkaufen. Daran kann man nicht vorbei, oder? 😉 Leider ist mir das Netzteil abgeschmiert. Mein Mann sagt, dass sei nicht weiter schlimm und könne bei solchen Geräten schon mal vorkommen. Alles halb so wild, er mache das. Ich warte immer noch… 
Mein Geburtstag und Weihnachten liegt nicht so arg weit auseinander, dass ich schonmal etwas größerer kombinierte Geschenke bekomme. In diesem Jahr ein neues umwerfendes Fotografiergerät 😉 Der langersehnte Ersatz für die geraubte Ausrüstung. Jetzt bin ich wieder komplett und kann hier auch wieder mit vernünftigen Bildern aufwarten..
Ich freue mich, dass ich im letzten Jahr nicht nur zu viel Selbermachen gekommen bin, sondern auch mehr zum bloggen. Ganze 52 Post habe ich geschafft, eine deutliche Verbesserung. Und ihr Dankt es mir mit 448 lieben Kommentaren. Vielen Dank an dieser Stelle an euch alle für dieses immer währende Feedback. Ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut! Ihr seid die Besten!
 
 
Der Berliner Bloggerstammtisch kam 2014 so richtig ins rollen und wir trafen uns mit guter Regelmäßigkeit. Ich hoffe das geht so weiter. Ich habe die Dame alle sehr lieb gewonnen und möchte die Treffen nicht mehr missen.
 
Die Nähnerkarte ist auch eine Erfindung aus 2014 und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Wer schon dabei ist sollte immer mal gucken es  kommen immer wieder Blogs dazu. Wer noch nicht dabei ist, aber gerne drauf möchte schreibt eine Mail an chrissie912 ät web PUNKT de
 
Die Wahl zum Nähnerdwort des Jahres habe ich für 2014 übernommen. Bis 20 Uhr kann heute noch abgestimmt werden. Momentan gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ich bin sehr gespannt wie es ausgehen wird.
Und 2015? Weitermachen. Punkt. Ich glaube damit bin ich auf einem guten Weg. Weiter nähen, stricken, selbermachen, kommunizieren, lernen und ganz viel Nähnerdflausch teilen. 
Ich wünsche euch ein gesundes, fröhliches, kreatives, spannendes und liebenswertes Jahr 2015!

 

Wir lesen uns..
 
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6 Kommentare zu „Das war 2014

  1. Wunderschöne Kleider hast du genäht! Und das mit dem Garten kann ich so gut verstehen, wir haben seit einigen Jahren ja auch einen und ich genieße es auch jeden Tag.
    Ich wünsch´die ein wunderbares Jahr 2015, mit etwas mehr Ruhe!
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  2. Ja, das Landleben hat auch so seine Vorteile, :).
    Deine Kleiderausbeute finde ich enorm-tolle Stücke und gestrickt hast du auch noch. Ja und ein Mantel braucht halt seine Zeit.
    LG und ein frohes neues Jahr wünscht Susanne

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  3. Allein die Anzahl an Kleidern ist ja schon beeindruckend, aber die sehen auch noch wirklich toll aus. Und dann noch stricken und Mantel nähen… Ich glaube ich muss dieses Jahr auch mal meine Handarbeitszeit optimieren. *seufz*
    Liebe Grüße Marrus

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